Neustädter-Mittsommernacht-Regatta

Ein schönes und ereignisreiches Wochenende liegt hinter uns. Es war das Wochenende der Mittsommer-Nacht-Regatta in Neustadt.

Am Freitag ca. 18:30 Uhr ging es los. Noch in der Wismarer Bucht wurde es interessant, denn Jan und Hirschi saßen im Seezaungurt, der sich Aufgrund eines nicht vorhandenen Splintes löste. Da Jan den Pinnenausleger in der Hand hatte, fuhren wir eine ungewollte Halse. Zum Glück wurde nur der Allerwerteste von den Beiden nass. :=)

Die Überfahrt war ruhig. Es war Ostwind, der schon seit ungefähr 5 Tagen aus dieser Richtung wehte. Durch die 5-6 Beaufort gab es die entsprechende Welle, wie wir sie schon lange nicht mehr auf der Ostsee gesehen hatten. Eine dieser hat uns genau von Achtern erwischt, so daß diese ins Cockpit schwappte. Für Regen musste nicht gesorgt werden, denn ich als Überführungssteuermann hatte immer nasses Ölzeug, wie der Rest der Crew auch. Gegen 22:30 Uhr hatten wir dann Neustadt erreicht und lagen fest im Stadthafen.

Am Samstag waren ähnliche Windverhältnisse. 13:00 Uhr sind wir noch einmal zu einem Probeschlag rausgesegelt. Es lief alles so wie wir es uns vorgestellt hatten, nur unser Gummigelenk vom Ausleger war gerissen. So mussten wir dann ein Neues in Neustadt kaufen. Danach hatten wir etwas Ruhe und konnten noch mal die Augen schließen.

Die Steuermannsbesprechung fand 17:00 Uhr statt, direkt danach haben wir dann auch abgelegt bzw. wir mussten von der Scylla-Crew rausgeschleppt werden, da unser Motor nicht anspringen wollte. Daher gilt hier noch einmal der Dank an die Crew der Scylla.

Unser Start war 19:10 Uhr und somit lag ein ca. 30 Seemeilen langer Kurs vor uns.An der 2. Bahnmarke gab es dann schon die nächste Überraschung für alle Teilnehmer. Es hatten sich 2 Angler mit ihrem Boot an der Tonne Pelzerhaken festgemacht und offensichtlich ihren Spaß. Nachdem wir die Ansteuerung Neustadt umrundeten, gingen wir auf eine 10 Seemeilen lange Kreuz. Wir brauchten nur 2 Wenden fahren und natürlich sollte uns auch hier nicht langweilig werden. Bei der ersten Wende sind mir die Becher aus der Jackentasche gefallen, somit haben wir jetzt zwei weniger im Sortiment. Die zweite Wende sollte eine noch größere Überraschung bringen, da ich beim Manöver am Vorstag weggerutscht bin und dann Schweinebammel am Seezaun gemacht habe und dann kam aber zum Glück Hörbis rettende Hand und zog mich wieder an Deck.
Als wir an der Tonne angekommen waren stand der Spi gleich und ein ruhigerer Schenkel lag vor uns. Wir konnten wir sogar mit einer X-79 mithalten. Von Travemünde1 ging es dann zur Ansteuerung Neustadt und weiter ins Ziel.Auf dem Halbwindkurs haben wir den Spi obenbehalten und so konnten wir die X-79 sogar abhängen. Ab der Ansteuerung Neustadt haben alle den Spi runtergenommen. Nur unsere LARN-Crew hat ihn obenbehalten, aber nach dem Winddreher im Hafenbereich musste dieser runter und eine kurze Kreuz lag vor uns. Zu unserem Bedauern nahm der Wind dann auch noch ab und wir kamen 0:05 Uhr ins Ziel.

Das sollte von den Ereignissen nicht reichen. Dann haben wir noch einen Pfahl in der Hafeneinfahrt berührt.
Der Rest der Nacht verlief ruhig, bis wir schliefen.
Bei der Siegerehrung kam dann die Überraschung, denn wir hatten fest mit dem 3. Platz gerechnet, aber wir hatten nicht die SY Virus beachtet und somit wurden wir nur 4.
Der Törn zurück verlief bis zur Wismarbucht ruhig, bis auf das wir alle Segel, die wir haben, einmal zum Trocknen der Sonne zeigten. Auch unser Überführungsspi sollte trocknen. Leider ist uns beim Bergen das Unterliek abgerissen.
Es war ein ereignisreiches Segelwochenende für uns und ich konnte wieder viele Erfahrungen sammeln.

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