Der Ostsee-Cup war entschieden und so entschlossen wir uns kurzfristig noch die Flensburger Fördewoche in unseren Regattakalender aufzunehmen. Was als Testregatta für unseren neuen ORC-Club Wert gedacht war, konnte für die LARN nicht erfolgreicher verlaufen.
In Niendorf noch von Personalmangel geplagt, klappte hier alles perfekt. Andreas überführte mit Freunden in der Woche das Schiff, Stefan, Tilo Und Andreas H. bekamen am Freitag Urlaub, und zu guter letzt konnten Tilo und ich in der Woche drauf die Langstrecke in der Doublehand Wertung segeln.
Am Freitag früh war dann Crewwechsel auf dem Steg des FSC in Glücksburg. Andreas stieg mit seiner Überführungscrew ab und wir auf. Das Wetter war gut und der Wind versprach spannende Wettkämpfe. bei 5 Bft ging es auf den up and down Kurs in der Flensburger Förde, wo es mit über 70 Schiffen recht eng wurde. Nach guten Starts hatten wir sogar noch an der Luvtonne größere Schiffe wie eine J92 und eine Comfortina 35 hinter uns, aber mit der Zeit liefen auch die weg, und so mussten wir uns daran gewöhnen unserer eigenes Rennen zu segeln, um den Abstand nach vorne so gering wie möglich zu halten. Am Abend war dann feiern angesagt, da es in beiden Wettfahrten für den ersten Platz nach ORC-Club gereicht hatte, selbst die “großen”, wie die “Tutima”, “TUI”, oder die “Norddeutsche Vermögen” mussten sich uns geschlagen geben. Die nächsten beiden Tage hatten wir mit schönen, aber drehenden Wind zu kämpfen. Es reichte trotzdem noch zu 2 weiteren Tagessiegen und so konnten wir die “Up and Downs” mit viel Silber abschließen und mit einem Punkt Rückstand im Deutschland-Cup hinter der “Tutima” in die Langstreckenregatta gehen.
Nach 4 Tagen Pause trafen sich Tilo und ich wieder in Glücksburg wo um 18 Uhr Start zur Lyö Rund sein sollte. Da wir diese Regatta Doublehand starten wollten, hatten wir natürlich ein kleines Handicap in der Deutschland-Cup Wertung gegenüber den anderen. Laut Wetterbriefing sollte der Wind beständig sein, und am Morgen sogar etwas auffrischen, was uns zu gute kommen sollte. Der Start verlief gut, und auf der Kreuz konnten wir die Pogos gut im Schach halten, aber sobald bei denen der Gennaker hoch geht, sind die kleinen nicht zu halten. Da wir mit Abstand die kleinste Yacht im Feld waren (nach Vermessungswert) waren wir froh, dass die Pogos immer schön in unser nähe blieben, und die ersten uns erst auf der Rücktour von Lyö überholten. Den Rest des Feldes sahen wir nur am Anfang in der Förde.
Nach 16h20min segelten wir um 11:20 Uhr über die Ziellinie und belegten in der Doublehand Wertung den 2. Platz. Diese Wettfahrt brachte auch die Entscheidung im „Deutschland-Cup“, da wir bei der Lyö Rund die „Tutima“ hinter uns ließen, die nach den Up&Downs mit nur einem Punkt hinter uns lagen.
Für uns war es eine der schönsten und spannendsten Regatten 2006. Vielen Dank an den Flensburger Segel-Club.