Langeland Race 2006

Geehrtes Logbuch,

am Freitag ging es nach dem Einkaufen auf nach Orthmühle mit Anja, Jan und meiner Wenigkeit. Wir hatten zwar strahlend blauen Himmel, aber die Ostsee zeigte sich spiegelglatt. So konnten wir die Überfahrt noch nutzen für das Eichen von „Robert“ (unserem Autopiloten), dem Echolot und schließlich konnten wir den Mast auch nicht in Ruhe lassen. Auch haben wir die Kombination GPS und Notebook ausgiebig getestet und haben damit neue Wege vor und hinter der Fehmarn Sund Brücke ausprobiert. Unser Ziel, um 18:00 im Orthmühler Regatta Club am Grillstand zu stehen, haben wir nur um 15 min verpasst. Hier wurden wir reichhaltig mit Essen versorgt und haben unsere Crew mit Ulrike und Andreas H. an Bord genommen.

Am Samstag nach einem guten Frühstück ging es auf zum Start. Dieser war für uns gut verlaufen. Nur kurz danach wurde es sehr schattig an Deck –die „Tutima“ ist an uns vorbeigezogen! Nach der Startkreuz mit kappliger Welle konnten wir uns knapp vor der „Test“ legen. Der nun vor uns liegende Teil bestand aus geradeaus segeln mit einem kleinen Schrick in den Schoten. Zu unserer Besorgnis kam die „Thessalona“ von hinten stetig näher. Im Ziel reichte unser Vorsprung zur „Thessalona“ dann leider nicht mehr aus – Platz 2. Den Tag haben wir mit Schiff besichtigen, Bersteigen an Langeland’s Küste und einer anschließenden geselligen Runde mit reichlich Essen und Getränken ausklingen lassen.

Am Sonntag nahm das Regattafeld nach einem Raumschotstart bei gutem Wind Kurs Richtung Heiligenhafen. Kurz nach dem Schuss entschieden wir uns für den großen Spi, den wir dann bis kurz vor dem Ziel nicht mehr heruntergenommen haben. Für Aufregung sorgte unterwegs ein Frachter, der kurzerhand sein Kurs Richtung LARN änderte, da auf seiner alten Route ein Pulk von 5 Schiffen fuhr. Nachdem wir den Kapitän fast die Hand reichen konnten, haben wir uns auf seiner Heckwelle vergnügt. An diesem Tag lag die „Test“ auf Platz 1 und war für uns uneinholbar. Ergebnis für diese Wettfahrt und auch für die Gesamtwertung ist Platz 2. Der erste Platz ging an die „Test“ – Glückwunsch! Nach einer kurzen Schadensbilanz mussten wir feststellen, dass unsere nagelneuen Harken Carbo Ratch-Matic Spi-Blöcke sich verabschiedet haben. Schade, wir konnten nicht ein Mal die lastabhängige Knarrfunktion testen! Ansonsten hat nur unser Spi leichte Schwächeerscheinungen gezeigt.

Im Ganzen war das „Langeland Race“ eine gelungene Veranstaltung. Die Veranstalter haben sich viel Mühe gegeben, und haben nicht mit Essen, Getränke und Preisen gespart!
Ein Dank geht auch an unsere Mädels, die tatkräftig beim Segeln mit angepackt haben und für Annehmlichkeiten wie frische Brötchen und immer sauberes Geschirr gesorgt haben!

Bis zur nächsten Regatta,

Tilo

 

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