1. Platz bei Mittsommer-Nachtregatta

Am Samstag war erstmal Überführung nach Neustadt angesagt (Christian, Stefan, Tilo). Eben noch schnell unseren Skipper, Jan, vor Timmendorf eingesammelt und los ging’s – natürlich gegen an!
In Neustadt angekommen, haben wir unser letztes Crewmitglied, Andreas, willkommen geheißen, noch schnell einen Kaffee getrunken und dann mit unseren Regattavorbereitungen begonnen.

Nach dem Auslaufen mussten wir unsere etwas voreilig „berechnete“ Ankunftszeit von 24:00 ein wenig nach hinten korrigieren als wir den einschlafenden Wind bemerkten.
Auf zum Start! Bei unserem Start an der Tonne sind wir mit guter Fahrt und freiem Wind gut weggekommen und konnten uns an der Luvtonne an die Spitze des Feldes setzen, dicht gefolgt von der Test. Beim anschließenden Spikurs Richtung Niendorf ging Rasmus bald ganz die Puste aus. Die Crew hielt mit ihren scharfen Augen Ausschau nach den letzten Windfetzen für die anstehendende Kreuz gen Neustadt. Nach langen Beratschlagungen entschieden wir uns dichter an Land zu bleiben, was sich als eine gute Wahl herausstellte!

An Bord wandelte sich das Bild etwas. Christian, Andreas und Jan begannen mit der Kartenarbeit unter Deck, anfangs mit Seekarten, später mit dem Skatblatt. Während Stefan und ich in Jubel ausbrachen, wenn wir 5° höher fahren konnten oder unsere Geschwindigkeit um 0,2 kn nach oben schnellte, stand unter Deck die Frage, wer die Karten gibt.

Das Feld hatte sich inzwischen sehr weit auseinander gezogen. Zu unserer großen Verwunderung stießen wir an der Tonne 2 Neustadt auf Schiffe der vorher gestarteten Gruppe OSC1, 2 und 5, die auf der Kreuz zur See-Seite raus gefahren waren.

Von Neustadt ging es nun mit Spi zur Ansteuerung Travemünde. Zum Ende des Kurses nahm der Wind wieder leicht zu. Kurz vor der Tonne wurde noch mal Wasser für Kaffee und Latte Macchiato aufgesetzt, um der Müdigkeit für den letzten Bahnschenkel vorzubeugen. Nach einer leichten Kreuz haben wir dann um 2.21 Uhr das Ziel erreicht. Die Regatta haben wir nach berechneter Zeit gewonnen. Oben drauf gab es noch den Pokal für die Wertung nach berechneter Zeit über die Gruppen 3 und 4 zusammen.

Nach der Siegerehrung am Sonntag traten wir dann wieder die Heimreise an – natürlich wieder gegen an! Die ersten 3 Stunden probierten wir es mit Segeln. Als uns aber aufgefallen war, dass wir uns Wismar nicht großartig näherten, musste uns die Eisengenua nach Hause schieben.

Abends haben wir das Schiff an Mandy und Stefan für ihren Urlaubstörn übergeben.

Tilo

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